Abschied von Pfarrer Niels Back

Erstellt am 06.07.2021

Nach 20 Jahren Tätigkeit in unserer Gemeinde gibt Pfarrer Niels Back sein Pfarramt in unserer Gemeinde auf, um ganz als Geschäftsführer der Diakonie Dortmund tätig zu sein.

Seine halbe Pfarrstelle übernimmt mit sofortiger Wirkung seine Frau, Pfarrerin Annette Back, die also nun eine ganze Pfarrstelle innehat.

Die offizielle Verabschiedung ist für den 29. August geplant.

Pfarrer Back hat seine Gedanken zum Ende seines Dienstes in Wellinghofen so zusammengefasst:

Zum 1. Juli 2021 werde ich aus dem Dienst als Pfarrer unserer Gemeinde ausscheiden, um mit einer vollen Stelle als Diakoniepfarrer und Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen tätig zu sein. Zukünftig werde ich mich mit meiner ganzen Arbeitskraft dafür stark machen, dass Menschen in schwierigen Lebenslagen im Auftrag der Kirche gut begleitet werden und so christliche Nächstenliebe gelebt wird.

Jetzt gilt es Danke zu sagen für die 20 Jahre, die ich Pfarrer in unserer Gemeinde sein durfte. Am 1. März 2001 habe ich meinen Dienst in Wellinghofen aufgenommen. Bei meiner Vorstellung im Oster-Gemeindebrief 2001 habe ich mir „Gottes segnendes Geleit für die gemeinsame Zeit, die vor uns liegt“, gewünscht. Tatsächlich habe ich genau dies immer wieder empfunden: dass es ein Segen für Abschied nach 20 Jahren mich ist, in dieser Gemeinde als Pfarrer zu arbeiten – gemeinsam mit meiner lieben Frau Annette, guten Kollegen und Mitarbeitenden, einem engagierten Presbyterium und vielen Menschen, denen unser Gemeindeleben etwas bedeutet. Für mich war es ein Segen, in unserer wunderschönen Alten Kirche predigen zu dürfen. Und ich bin dankbar dafür, dass ich an der gelungenen Neugestaltung der Dreieinigkeitskirche und an der modernen Ausgestaltung der Alten Kirche mitwirken durfte. Im September 2001 haben meine Frau und ich gemeinsam mit Ulla Hoechstetter aus der katholischen Heilig-Geist Gemeinde zum ersten Mal zu einem ökumenischen Abendgebet mit Gesängen aus Taizé eingeladen. Dieses monatliche Taizégebet ist mir in den Jahren zu einer spirituellen Kraftquelle geworden, und ich bin dankbar für die ökumenische Gemeinschaft im Gebet. Dass unsere Gemeinde eine Gemeinschaft sein kann, die Menschen trägt, wird Gott sei Dank an vielen Stellen erlebt. Ich denke gerne zurück an die Gemeinschaft auf Familien-, Jugend- und Konfirmandenfreizeiten und in den Gruppen und Kreisen. Deshalb danke ich all denen, die sich z. B. in der Frauenhilfe mit viel Herzblut engagieren. Für mein Verständnis von Gemeinde war aber ebenso wichtig, dass zur Gemeinde auch all jene gehören, die nicht an unseren Veranstaltungen teilnehmen. Sie, liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefs, sind mir wichtig! Die Öffentlichkeitsarbeit war mir ein Anliegen und ich hatte das Glück, mit einem kompetenten Team arbeiten zu dürfen.

Zum Schluss möchte ich den vielen Menschen danken, die ich in Freud und Leid begleiten durfte: bei Taufen, Konfirmationen und Trauungen, aber eben auch in Krankheit, im Sterben und in der Trauer um einen geliebten Menschen. Ich empfinde es als das besondere Privileg des Pfarrberufes, dass mir Menschen in zentralen Situationen ihres Lebens Vertrauen schenken und ich diese Lebenssituation im Angesicht Gottes deuten darf.

Auch wenn ich nun andere berufliche Aufgaben wahrnehmen werde, bleibe ich unserer Gemeinde weiterhin sehr verbunden.

Niels Back